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Curious Expedition auf der gamescom 2015

ElBosso 10. August 2015 Benutzer Blog:ElBosso

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Curious Expedition 01.png
The Curious Expedition, von dem zwei Mann starken Indie-Entwicklerstudio Maschinen-Mensch aus Berlin, ist seit geraumer Zeit eines meiner absoluten Lieblingsspiele – selbst wenn es sich aktuell noch im Alpha-Stadium befindet, bereits als umfangreiche Early Access-Version auf Steam – und ich werde nicht müde, anderen davon zu erzählen. Ich liebe sämtliche Aspekte daran: Die liebevolle Pixelgrafik, das Entdecker- und Abenteurer-Setting, das Roguelike-Spielprinzip in einer prozedural generierten Spielwelt, in der viel Wert auf Details und Hintergrundgeschichte gelegt wird, dass ein kleines Indie-Entwicklerstudio mit voller Herzblut und mit grandiosen Ideen und Ansichten dahintersteht, und dass das Spiel bereits weit vor Veröffentlichung von einer engagierten Fan-Community unterstützt wird, die bereits das umfangreiche offizielle (englischsprachige) Wiki auf Wikia dazu gestartet hat.


Bevor ich mich allerdings weiter in meine Begeisterung steigere: Ein paar Worte zum „WieWoWasWarum“ von The Curious Expedition. Im Spiel übernehmt ihr als einer von 16 bekannten Wissenschaftlern und Entdeckern mit jeweils unterschiedlichen Eigenheiten (u. a. Charles Darwin, Marie Curie, Nikola Tesla oder Amelia Earhart) die Führung über eine Expeditionstruppe im 19. bzw. frühen 20. Jahrhundert. Im Wettstreit mit anderen Expeditionen macht ihr euch auf in bisher unerforschte Teile der Welt, um möglichst viel Ruhm zu erlangen. Die Ausrüstung und Zusammenstellung eurer Gruppe übernehmt ihr dabei selbst. Für unterschiedliche Zwecke gibt es unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände (Waffen, zum Bekämpfen von wilden Tieren oder schlimmerem, diverse Items zum Sammeln wissenschaftlicher und kultureller Informationen, Fackeln, Nahrung, usw.) und bestimmte Expeditionsteilnehmer bringen bestimmte Fähigkeiten mit: U. a. ist der schottische Soldat ein guter solider Kämpfer und steht der Gruppe mit seinem Whiskey-Wissen zur Seite, die Künstlerin fertigt Kunstwerke über Entdeckungen an und der persische Übersetzer hilft mit seinem Sprachwissen bei der Kommunikation mit der indigenen Bevölkerung.


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Kommt man gut mit den Eigeborenen aus, kann man ihre Hilfe in Anspruch nehmen. Verärgert man sie, können sie sich der Expedition in den Weg stellen.

Ist die Expedition erst einmal im „Nirgendwo“ gelandet, heißt es, sich im unbekannten Terrain zu orientieren, so viele Eindrücke wie möglich mitzunehmen und wieder den Weg nach Hause zu finden. Wie man sich in der Welt verhält, bleibt dem Spieler überlassen: Man kann im Einklang der Natur agieren und auf die Hilfe der Einheimischen hoffen, man kann sich ohne groß Gedanken machen zu wollen durch die heimische Tierwelt schnetzeln und im Club der Abenteurer mit Tiertrophäen prahlen, heilige Stätten plündern oder die Kultur unangetastet lassen und einfach nur Informationen sammeln. Dadurch, dass die Spielwelt bei jedem Spielstart neu generiert wird und über unterschiedliche Landschaftstypen verfügt, macht es immer wieder enorm Spaß, neue Expeditionen ins Blaue zu schicken.


Auf der gamescom 2015 traf ich Johannes Kristmann, neben Riad Djemili einer der beiden Gründer von Maschinen-Mensch und dort neben dem Gamedesign hauptverantwortlich für die grafische Gestaltung, und unterhielt mich mit ihm über ein paar Dinge, die vor allem mich persönlich in Bezug auf The Curious Expedition interessierten. Zuallererst wollte ich mehr über die Wahl des Settings wissen, das total meinen persönlichen Geschmack getroffen hat. „Wir finden die Thematik von historischen Expedition sehr geil“, erklärte Johannes. Dazu komme ein gemeinsames Interesse an den Erzählungen von Jules Verne, den Indiana Jones-Filmen und ähnlichen Abenteuer-Geschichten. Und natürlich: Dinosaurier, die es seit einem der kürzlichen Updates (diese finden meist im zwei, drei Wochen-Takt statt) wieder ins Spiel geschafft haben. Auf meine Anschlussfrage, ob sie denn von Anfang an gewusst hätten, welches Genre bzw. welchen Genre-Mix sie für die das Setting ihres Spiels verwenden möchten, erhalte ich die Antwort „Fuck Genres!“, und Johannes nachfolgende Erklärung, leuchtet diesbezüglich ein: „Wir haben einerseits das Thema, das uns gefällt und mit dem wir arbeiten möchten, das Gameplay kommt dann eigentlich ganz automatisch.“ Die Spielmechaniken müssen einfach zum Setting passen, Spaß machen und in dieser Welt einfach auch Sinn ergeben und logisch sein.


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Die Reiseansicht im Spiel. Ist da ein Vulkan ausgebrochen oder hat jemand nicht aufs Lagerfeuer aufgepasst?

Vor der gamescom hatte ich bei Johannes schon einmal angefragt, ob man denn auch mit einer deutschsprachigen Version rechnen könne, denn aktuell ist das Spiel ausschließlich auf englisch spielbar. Zum damaligen Zeitpunkt wurde noch überlegt, eine deutsche Übersetzung sowie andere Sprachversionen über einen Modding-Support in die Hände der Community zu geben. In einem der letzten Dev-Log-Videos haben Johannes und Riad jedoch über die Qualitätssicherung in Sachen Lokalisierung gesprochen. Ich fragte Johannes, wie es aktuell damit aussieht? „Das mit der QS stimmt“, antwortete er und meinte, dass es wahrscheinlich eine offizielle Übersetzung des Spiels ins Deutsche geben wird. Möglicherweise könne man auch noch eine spanische Sprachversion des Spiels stemmen. Für Sprachen, die darüber hinausgehen, baut man, wie bereits erwähnt, auf die eifrige Community. Auf meine Frage hin, welche inhaltlichen Pläne sie noch haben, was es davon alles noch ins Spiel schafft und ob später evtl. noch etwas nachgereicht werden soll, da die beiden garantiert noch tausende Ideen haben, sagte Johannes: „Ja das stimmt. Aber die Basis des Spiels steht jetzt quasi. Jetzt versuchen wir von dem, was bereits im Spiel ist, noch mehr hinzuzufügen und eine größere Bandbreite an unterschiedlichen Inhalten einzufügen wie bspw. mehr Angriffsarten, Zauber usw.“ Möglicherweise schaffen es auch aktive Spezialfähigkeiten wieder zurück ins Spiel, die in der Vergangenheit schon einmal vorhanden waren, mit denen man zu einem früheren Zeitpunkt jedoch nicht ganz zufrieden gewesen ist. Sie spielen auch mit dem Gedanken, Flüsse und die damit verbundene Reisemöglichkeit via Floß ins Spiel zu bringen. Aber bis zum Ende des Jahres möchte man definitiv fertig sein, also muss man mit den Ideen irgendwann einen Schlussstrich ziehen. „Aber dank Mods soll dann noch lange nicht Schluss sein. Diese ermöglichen es der Community unendlich viel Content zu erschaffen“, sagte Johannes. Darüberhinaus werden die Inhalte ggf. zusätzlich unter eine Open Source-Lizenz gestellt, um der Community das Arbeiten damit weiter zu erleichtern.


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Vom gemütlichen Abenteurerclub aus beginnt ihr eure abenteuerlichen Expedition und kehrt dort wieder zurück, um euch wahlweise mit Ruhm oder Geld überhäufen zu lassen.

„Wie weit wollt ihr eigentlich mit fantastischen Elementen gehen? Ihr habt bereits Dinosaurier mit Menschen zusammengebracht, im Spiel befindet sich eine Tesla-Kanone und mit dem letzten Update kamen auch Schamanen mit Zauberkräften dazu. Was kann man noch erwarten?“ - „Definitiv kein Steampunk. Ich meine, ich mag Steampunk an sich, aber wenn einem nichts mehr einfällt bringt man halt Steampunk ins Spiel,“ sagte Johannes. Fans haben bereits eigene Charaktere wie einen Dampfroboter komplett ausgearbeitet, mit allen Werten und Fähigkeiten. „Das ist verdammt toll und super! Aber es passt für uns einfach nicht ins Spiel.“ Stattdessen möchten Johannes und Riad lieber in Richtung Lovecraft und ins Mystische gehen. „Wie sieht es denn mit er erzählerischen Tiefe aus? Wird es einen stärkeren roten Faden, oder zusammenhängende Missionen geben?“, fragte ich. „Es wird spezielle freischaltbare Welten mit eigenen Themen geben.“, antwortete Johannes. Es wurden bereits die Echsenmenschen ins Spiel gebracht, es werden womöglich auch noch Affenmenschen, wie man sie vom Planet der Affen kennt, auftauchen. „Diese geben uns u. a. die Möglichkeit, Themen wie Rassismus aufzugreifen.“ Das Verhältnis zwischen Mensch und tierähnlichen Wesen wird dabei auf den Kopf gestellt und plötzlich findet sich der Mensch in einer niederen, gesellschaftlichen Situation wieder. Aber auch spezielle Orte wie der Wassertempel mit den ihn umgebenden Geysiren werden zur spielerischen Tiefe beitragen. Besonders gespannt bin ich persönlich in dieser Hinsicht auch schon auf die noch kommende „End Credits“-Sequenz, die, sofern die Expedition all ihre Ausflüge erfolgreich übersteht, die Zukunft der Expeditionsteilnehmer aufgreift. So könnte es passieren, das die Geschichte des schrecklich entstellten Eingeborenen, den man im Dschungel aufgegabelt hat, weitererzählt wird, und dieser sich zu einem angesehenen Gentleman in exklusiven Herrenclubs mausert. Die bereits vorhandenen und automatisch erstellten Reiseberichte der Browserversion (The Curious Expedition ist derzeit sowohl im Browser, als auch via Steam spielbar), sind im Nachhinein der Expedition bereits sehr amüsant zu lesen.


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Jim Sterling mit einem Cameoauftritt als Diplomat.

Um mit einer letzten Frage abzuschließen, wollte ich von Johannes noch wissen, wie sie denn auf die Idee kamen, Jim Sterling als spielbaren Begleiter einzubauen – er ist im Spiel als der spitzzüngige Diplomat vertreten –, und ob Pläne bestehen, weitere solcher „Spezialcharaktere“ einzusetzen. „Ich schätze und mag Jim Sterling sehr. Wir haben ihn ganz unkompliziert über Twitter kontaktiert, was sich sehr gut dafür eignet, um mit Leuten zu kommunizieren, zu denen man sonst noch keinen Kontakt hat, und er fand die Idee toll.“ In Zukunft soll es definitiv noch mehr dieser einzigartigen Charaktere sowie noch mehr popkulturelle Referenzen im Spiel geben.


Curious Expedition Spielübersicht Deutsch03:18

Curious Expedition Spielübersicht Deutsch


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